new dawn fades http://newdawnfades.blogsport.de enlightenment against delusion Mon, 15 Jun 2009 14:40:45 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en „Soleil Noir“ – ein rechtsextremer Konzertveranstalter http://newdawnfades.blogsport.de/2009/02/20/soleil-noir-ein-rechtsextremer-konzertveranstalter/ http://newdawnfades.blogsport.de/2009/02/20/soleil-noir-ein-rechtsextremer-konzertveranstalter/#comments Fri, 20 Feb 2009 14:34:58 +0000 Administrator Der Blutharsch Death in June Allerseelen Belborn Camerata Mediolanense Soleil Noir http://newdawnfades.blogsport.de/2009/02/20/soleil-noir-ein-rechtsextremer-konzertveranstalter/ Hausdurchsuchungen nach Verhinderung eines rechtsextremen Konzerts in Freiburg – Medienmitteilung der Antifa Bern vom 20. Februar 2009 mit Hintergrundinformationen zum Konzertveranstalter «Soleil Noir».

In einer konzertierten Aktion führten die Kantonspolizeien Freiburg und Bern am Morgen des 17. Februars 2009 mehrere Hausdurchsuchungen in Bern durch. Von den sieben in Gewahrsam genommenen Personen befindet sich eine nach wie vor in Untersuchungshaft.

Laut Kantonspolizei Freiburg stehen die Festnahmen im Zusammenhang mit dem Konzert der Band «Camerata Mediolanense» im Freiburger Club «Elvis et moi» vom 11. Oktober 2008. Eine Gruppe namens «Antifaschistische Aktion, Kommando nazifreie Subkultur» hatte damals mit einer gezielten Aktion gegen die Musikinstrumente und die Infrastruktur des Clubs einen Auftritt der Band verhindert: http://ch.indymedia.org/demix/2008/10/63569.shtml.

NS-Bezüge

Die Antifa Bern möchte aufgrund der laufenden Berichterstattung noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich bei der Konzertorganisatorin vom 11. Oktober 2008, «Soleil Noir», zweifelsfrei um eine rechtsextreme Konzertveranstaltungsgruppe handelt.

Nomen est omen: Die Schwarze Sonne, welche auch als zwölfarmiges Hakenkreuz oder ein Rad aus zwölf Sig-Runen gedeutet werden kann, diente der SS, der paramilitärischen Organisation der NSDAP, als Symbol einer nordisch-heidnischen Religion. «Soleil Noir» hat in den letzten Jahren bereits mehrfach rechtsextremen Dark-Wave- und Gothik-Bands eine Auftrittsmöglichkeit beschert, wie ein kurzer Überblick zeigt.

2002 veranstaltete «Soleil Noir» ein Konzert mit «Death in June» in Lausanne, einer Neofolk-Band, die sich offen nationalsozialistischer Ästhetik bedient: http://de.wikipedia.org/wiki/Death_in_June. 2004 organisierte die Gruppe einen Auftritt der Band «Der Blutharsch» in Yverdon, die NS-Gedankengut vertritt und etwa in Deutschland, Österreich und Deutschland mit der rechtsextremen Musikszene zusammenarbeitet: http://www.turnitdown.de/208.html. 2005 fand in Yverdon erneut ein «Soleil Noir»-Konzertabend statt, dieses Mal standen zwei rechtsextreme Dark-Wave-Bands, «Allerseelen» und «Belborn», auf der Bühne: http://www.antifa.ch/comm/comm051027.shtml.

Auch die Band «Camerata Mediolanese» passte bestens ins Veranstaltungsprogramm von «Soleil Noir». Im Jahr 2000 gab die «Camerata» beispielsweise ein Interview für die inzwischen verbotene deutsche Ausgabe des «Blood & Honour»-Magazins, des Organs des gleichnamigen rassistischen und gewalttätigen Neonazi-Netzwerks. Beendet wurde das Interview mit dem Wunsch, dass die Leserschaft «Gelegenheit hat, an einem der nächsten Camerata Mediolanense teilnehmen zu können.» (sic!)

Rückzug oder Auflösung von «Soleil Noir»?

Die Gruppe «Soleil Noir» hat ihre Website kurz nach dem gescheiterten Konzert mit «Camerata Mediolanese» vom 11. Oktober 2008 vom Netz genommen. Seither scheint sich die Organisation aus der Öffentlichkeit zurückgezogen zu haben. Ruft man die Homepage heute auf, so finden sich lediglich noch zwei Zeitungsausschnitte, mit denen die Gruppe noch ein letztes Mal krampfhaft versucht, sich vom Vorwurf des rechtsextremen Konzertveranstalters loszusagen.

Zu «Camerata Mediolanese» lässt sich noch anfügen, dass sich das italienische Wort «Camerata» sehr wohl auch mit «Kamerad» oder «Kameradschaft» übersetzen lässt. Abgerundet wird der reduzierte Webauftritt von «Soleil Noir» durch ein den Faschismus verharmlosendes Zitat: «I fascisti si dividono in due categorie: fascisti e antifascisti.» («Die Faschisten lassen sich in zwei Kategorien teilen: Faschisten und Antifaschisten»).

Quelle: Antifa Bern

]]>
http://newdawnfades.blogsport.de/2009/02/20/soleil-noir-ein-rechtsextremer-konzertveranstalter/feed/
Rechtes Neofolk-Konzert im Chemnitzer Bunker Club http://newdawnfades.blogsport.de/2008/10/19/da-haette-ich-auch-meinen-sa-mantel-anziehen-koennen/ http://newdawnfades.blogsport.de/2008/10/19/da-haette-ich-auch-meinen-sa-mantel-anziehen-koennen/#comments Sun, 19 Oct 2008 13:13:25 +0000 Administrator Death in June NON Dernière Volonté Blood Axis Eis & Licht Zwielicht Fire & Ice Of The Wand And The Moon Sonne Hagal Orplid Uwe Nolte / NolteX Anenzephalia Dies Natalis Solblot Propergol CON-DOM Herbst9 Nebelung THO-SO-AA Manblot Equinoxe Organization http://newdawnfades.blogsport.de/2008/10/19/da-haette-ich-auch-meinen-sa-mantel-anziehen-koennen/ „Da hätte ich auch meinen SA-Mantel anziehen können…“1

Am vergangenen Samstag [27.09.2008] fand im Bunker Club auf dem Rosenplatz 7 in Chemnitz ein Neofolk-Abend mit den Bands Nebelung, THO-SO-AA, Manblot und Sonne Hagal statt.

Organisiert wurde das Konzert von der einschlägig bekannten Chemnitzer Equinoxe-Organization.

Trotzdessen, dass wir den Eigentümer der Räumlichkeiten, Mario Forberg, mehrfach darauf aufmerksam gemacht hatten, dass es sich dabei um Personen und Gruppen handelt, die Verbindungen in rechtsextreme Kreise aufweisen und offenbar keine Berührungsängste mit den braunen Protagonisten der Schwarzen Szene haben, sah dieser keinen Anlass, die Veranstaltung abzusagen.

Auch die Warnung, dass das Konzert definitiv rechtes bis rechtsextremes Publikum anziehen werde, schien Forberg nicht zu beeindrucken.

Schon ein Blick auf die Kennzeichen der Fahrzeuge, die an diesem Abend nahezu alle Parkmöglichkeiten am Rosenplatz ausfüllten, verriet, dass es sich bei dem Neofolk-Abend, den die Equinoxe-Organization geplant hatte, um eine Szene-Event von überregionaler Bedeutung handelte.
Heckscheiben-Aufkleber mit den Schriftzügen Burzum und Dies Natalis, sowie einige Fischadler-Motive2 ließen zudem schon vorab auf das anwesende Publikum schließen.
Unter nebulösen Darkambient-Klängen aus der Konserve fanden sich bis zum Konzertbeginn eine ganze Menge Besucher im Bunker Club ein.
Neben eher durchschnittlich gekleideten Personen und einer Reihe mehr oder weniger szenetypisch in Schale geworfenen Gothics, bewegten sich im Publikum, wie erwartet, auch einige Herren mit Flecktarnjacken, Bundeswehrmützen und gewichsten Scheitelfrisuren.
Manche Gäste zeigten Aufnäher mit dem Fischadler, der Schwarzen Sonne oder einem Bandlogo von Death In June.
Andere trugen T-Shirts mit einschlägigen Bandlogos oder der Aufschrift „Wotan ist mein Herr und Gott […] Er liegt den Freien, Starken, Kühnen! Den Heldensproß, der kämpft und lacht!“ und ein Konzertbesucher war mit einem olivgrünen Thor Steinar-Shirt bekleidet, auf dem neben dem Markennamen das Sturmgewehr G36 von Heckler & Koch mit der Unterschrift „Hausbesuche“ abgebildet war.
Unter den Anwesenden befand sich außerdem Uwe Nolte vom Hallenser Bandprojekt Orplid, dass zur Speerspitze des rechten Neofolk gezählt wird.
Einige Minuten nach 21.00 Uhr eröffneten schließlich Nebelung mit akustischen Gitarren- und Geigenklängen das Konzert und begeisterten zumindest Teile des Publikums mit Ihren deutschsprachigen Texten, die von Weltschmerz und Naturverbundenheit erzählten.
In heiterer Bierlaune erhoben einige Zuhörer mit einem freundlichen, aber doch formal anmutenden, „Prost, Kamerad!“ das Glas und wendeten sich anschließend wieder der Musik zu.
Der Applaus, den Nebelung für ihre Darbietung ernteten, wurde ab und an durch die „Wie geil!“-Rufe dreier einschlägig gekleideter Herren mit bayrischem Dialekt ergänzt, die sich dabei augenscheinlich köstlich über die offensichtliche Ähnlichkeit dieses Ausrufs mit dem Nazigruß „Sieg Heil!“ amüsierten.
In der anschließenden Umbaupause bot sich die Möglichkeit ein wenig an den Merchandising-Ständen zu stöbern.
Dort wurden neben dem neuen Eis & Licht3-Fanzine Zwielicht auch Tonträger der international bekannten extrem rechten Projekte Death In June, Fire & Ice, NON, Blood Axis und Dernière Volonté angeboten.
Der nachfolgende Auftritt von THO-SO-AA bot dem Publikum düstere elektronische Klangwelten in Kombination mit einer mysteriösen Videoperformance.
Jedoch konnte sich ein Teil der Anwesenden anscheinend nicht wirklich für das Werk des Elektronikers und der Flötistin begeistern und zog es vor den Konzertraum für eine Zigarette zu verlassen.
Doch spätestens beim Auftritt von Manblot, einer Kollaboration der schwedischen Band Solblot mit einem Mitglied von Of The Wand And The Moon, die mit rein akustischen Klängen aufwarteten, war wieder alles in Butter – zumindest im braun-schwarzen Sumpf.

Für den 31. Oktober plant die Equinoxe-Organization schon das nächste Konzert im Bunker Club.
Diesmal soll es eine „Industrialnacht“ mit Propergol, Anenzepahlia, CON-DOM und Herbst9 geben.
Das Publikum bei dieser Veranstaltung wird nicht zuletzt wegen des Line-ups ähnlich gelagert sein, wie am vergangenen Samstag.
Damit bietet Mario Forberg, der neben dem Bunker Club auch das Subway to Peter betreibt, erneut Raum für eine braun-schwarze Mischszene.

Der Neofolk-Abend am 27. September war über dies nicht das erste Mal, dass in den Clubräumen auf dem Rosenplatz kritikwürdige Konzerte veranstaltet wurden.
Seit Jahren finden im Bunker grauzonige Psychobilly-, Oi-, und neuerdings auch Hiphopevents statt.
Die Antwort auf die Frage, wie das zum Image des Subway als „links-alternativer Schuppen“ passt, blieb uns Forberg bisher schuldig.
Unverständlich ist uns außerdem, dass der Subway-Betreiber angesichts dieser Situation in AJZ-Kreisen offensichtlich immer noch mit Samthandschuhen angefasst wird.

Wir werden nicht zulassen, dass sich der Bunker Club durch die Fahrlässigkeit und das Profitstreben Forbergs als Lokalität für politisch grenzwertige Subkultur-Events etabliert.

Antifa heißt Angriff! Auf allen Ebenen, mit allen Mitteln!

Autonomes Aktionskomitee Karl-Marx-Stadt


Quelle: Homepage der Antifa Chemnitz, eingesehen am 12.10.2008

  1. O-Ton eines Konzertbesuchers [zurück]
  2. Adler, der ein Ichthys-Symbol („Christenfisch“) in seinen Klauen hält. Oft als „heidnisches“ Symbol verwendet. [zurück]
  3. Dresdner …label, auf dem u.a. Orplid, Nebelung und Sonne Hagal Tonträger veröffentlicht haben. [zurück]

]]>
http://newdawnfades.blogsport.de/2008/10/19/da-haette-ich-auch-meinen-sa-mantel-anziehen-koennen/feed/
Ist Soleil Noir rechtsextrem? http://newdawnfades.blogsport.de/2008/10/14/ist-soleil-noir-rechtsextrem-2/ http://newdawnfades.blogsport.de/2008/10/14/ist-soleil-noir-rechtsextrem-2/#comments Tue, 14 Oct 2008 14:40:30 +0000 Administrator Der Blutharsch Death in June Allerseelen Camerata Mediolanense Soleil Noir http://newdawnfades.blogsport.de/2008/10/14/ist-soleil-noir-rechtsextrem-2/ Der Überfall auf die Bar Elvis et moi vom letzten Samstag wirft einige Fragen auf. Zum Beispiel wer hinter dem Verein Soleil Noir steckt. Dieser organisierte das Konzert der Band Camerata Mediolanense. Am Samstag hatte eine Gruppe von Personen die Bar Elvis et moi in der Stadt Freiburg kurz und klein geschlagen, um wie sie in einer Mitteilung behauptet ein Konzert der rechtsextremen Dark-Wave-Band Camerata Mediolanense zu verhindern. Die Ermittlungen gegen die Täterschaft, laut Freiburger Kantonspolizei vermutlich Anhänger der linksextremen Szene, laufen immer noch.

Konkrete Ergebnisse gab es am Montag aber noch keine, wie Polizeisprecher Hans Maradan auf Anfrage sagte. Gegenüber den Medien hatte sich am Sonntag eine antifaschistische Gruppe mit dem Namen «Kommando nazifreie Subkultur» zur Tat bekannt.

Im braunen Dunstkreis

Aber wer ist die Band Camerata Mediolanense, gegen welche sich die Tat richten sollte? Indymedia, ein unabhängiges Netzwerk von Journalisten, entstanden aus der globalisierungskritischen Bewegung, schreibt im Internet: «Wie bei fast allen Bands aus der rechtsextremen Dark-Wave-Szene ist auch bei der Camerata Mediolanense die faschistische Gesinnung nicht auf den ersten Blick zu erkennen.» Gemäss dem Experten für Rechtsextremismus Hans Stutz wird die italienische Band jedoch im Buch «Ästhetische Mobilmachung. Dark Wave, Neofolk und Industrial im Spannungsfeld rechter Ideologien», herausgegeben vom deutschen Journalisten Andreas Speit, erwähnt.

Für ihn lassen sich zudem einige Schlüsse aus den Anlässen ziehen, bei welchen die Camerata Mediolanense auftritt. So habe er die Band selber bei einem Konzert im waadtländischen La Sarraz im Jahr 2001 erlebt. Dort seien Gruppen aufgetreten wie die faschistische Band Blutharsch, und an einem Stand wurden Bücher über den Wegbereiter des italienischen Faschismus, Julius Evola, angeboten. Der geplante Auftritt der Camerata Mediolanense vom Samstag im «Elvis et moi» wurde von Soleil Noir organisiert. Soleil Noir ist ein Verein aus Lausanne, sein Präsident heisst Lars Kophal. Der Verein organisiert seit sieben Jahren Konzerte der Stilrichtung Neofolk und Dark Folk. Obwohl sich die Gruppe auf ihrer Website als völlig apolitisch bezeichnet, lehnt sie die globale Vereinheitlichung, «die grosse, fade Suppe des Multikulturalismus», ab.

Laut Hans Stutz gehört Soleil Noir definitiv zu jenem Teil der Gothic-Szene, welcher rechtsextreme Inhalte aufgenommen hat, insbesondere vom italienischen Faschismus und von der rumänischen Eisernen Garde. Dark-Wave-Bands wie Death in June, Allerseelen oder Blutharsch, die zum rechten Lager zählen, gehören zum Konzertprogramm von Soleil Noir. Lars Kophal bestreitet, dass diese Bands rechtsextremes Gedankengut verwenden.

Von Ästhetik angezogen

Valentine Jaquier, Inhaberin des «Elvis et moi», will von alledem nichts wissen. «Wer mich kennt, weiss, dass ich keinerlei Sympathien für rechtsextremistisches Gedankengut habe.» Sie sei komplett apolitisch. «Ich liebe den Gothic-Stil. Ich finde die Kleider und die Musik dieser Stilrichtung schön. Ich liebe auch den Dresscode.» Hans Stutz bestätigt: «Im Unterschied zu den dumpfbackenen Skins kommen die Leute der Gothic-Kreise sehr ästhetisch daher und wirken oder sind gebildet.» Auf Grund seiner Erfahrungen sagt er, dass es oft dieser Aspekt sei, der die Anhänger fasziniere.

Von rechtsextremistischem Gedankengut sei aber nur eine Minderheit der Gothic-Szene beeinflusst, betont Stutz: «Diese Minderheit betreibt eine Ästhetisierung des Faschismus, aber ohne ironische Untertöne.»

Quelle: BernerZeitung, 14.10.2008

]]>
http://newdawnfades.blogsport.de/2008/10/14/ist-soleil-noir-rechtsextrem-2/feed/
Rechte Neofolk Konzerte in Halle http://newdawnfades.blogsport.de/2008/04/03/rechte-neofolk-konzerte-in-halle/ http://newdawnfades.blogsport.de/2008/04/03/rechte-neofolk-konzerte-in-halle/#comments Thu, 03 Apr 2008 21:57:17 +0000 Administrator Death in June Sigill Josef Maria Klumb / Jay Kay Weissglut Von Thronstahl Kirlian Camera Verlag & Agentur Werner Symanek Forthcoming Fire Blood Axis Sol Invictus Tony Wakeford Eis & Licht Junge Freiheit Fire & Ice Of The Wand And The Moon Sonnentau Sonne Hagal Orplid Stephan Pockrandt Uwe Nolte / NolteX Lichttaufe / Nonpop Triarii Barditus Deutsch Nepal Above the Ruins Ian Read Current 93 Christian Kapke Rückgrat Prophecy Productions Markus Stock Empyrium Heidevolk Gernotshagen Haruc Backworld Grünland Quellenthal Kammer Sieben http://newdawnfades.blogsport.de/2008/04/03/rechte-neofolk-konzerte-in-halle/ sol invictus Am 23.02.08 fand in der Palette ein Konzert mit den Bands „Barditus“ und „Triarii“ statt. Barditus ist das neue Musikprojekt von Uwe Nolte. Dieses Konzert und die am 23.03. und 30.04. werden vor allem auf Noltes Homepage beworben. Im Publi­kum befanden sich Menschen mit Braunhemden und Runen.
Am 23.03.08 (Ostersonntag) soll die Band „Sol Invictus“ und „Deutsch Nepal“ auftreten. Die Palette kündigt dieses Konzert als besonderen Tipp an und erwähnt die Biographie des Bandprojekts von Tony Wakeford auch richtig, dass er die umstrittene rechte Band „Death in June“ mitgründete. Dass Tony W. aus dieser Band 1984 ausgeschlossen wurde, da er Mitglied der rechtsextremen Partei National Front in GB war, wird nicht erwähnt.
Tony W. gründete dann das Projekt „Above the Ruins“ und beteiligte sich an dem Sampler „No Surrender! Volume 1″ mit dem Song „The Killing Zone“. Der Sampler wurde bei Rock`O`Rama 1985 veröffentlich. Weitere Bands auf dem Sampler waren „Skrewdriver“, „Ultima Thule“ und andere RAC (Rock against Communism) Bands. Ian Stuart spielte bei „Skrewdriver“ und gründete das Nazinetzwerk „Blood & Honour“. 1991 wurde der Sampler als Doppel-LP mit weiteren RAC/rechtsextremen Bands als Soli-Sampler für Ian Stuart, der in der BRD vor Gericht stand, veröffentlicht. Der Song „Killing Zone“ befand sich auch auf diesem Sampler.
Tony W. brach nach eigenen Angaben ´86/´87 mit dem Rechtsextremismus bevor er die Band „Sol Invictus“ (lateinisch der unbesiegte Sonnengott, oft ungenau übersetzt als der unbesiegbare Sonnengott) gründete. Bei den Römern galt Sol vielfach als höchster und mächtigster Gott. Daneben war damals im Römischen Reich der orientalische Kult des Mithras populär, besonders unter den Soldaten.
Nach der Christianisierung im 5. Jahrhundert gab es noch viele Sol-Verehrer, denn der Kirchenvater Augustinus hat gegen sie gepredigt, und noch im späten 6. Jahrhundert kam es im römischen Syrien zu einem Aufstand gegen die Christianisierungspolitik des Kaisers Tiberios I., der von Anhängern des Sol invictus Mithras getragen wurde. – Auf Mithras wird sich besonders gern in rechtsextremen Kreisen bezogen.


Am 30.04.08 sollen in der Palette „Fire & Ice“ spielen. Fire & Ice ist eine 1991 gegründete englische Neofolk-Band um den Frontmann Ian Read. fireicehalleRead beteiligte sich u.a. an Alben wie „Swastikas for Noddy“ 1996 (Swastika = Hakenkreuz) von Current 93 und „Brown Book“ Death In June. Wenig später wirkte er bei Sol Invictus mit und gründete die Band Fire & Ice.
In einem Interview mit dem Dark Wave Fanzine „Sigill“ (Nr. 8 ) erklärt Read, als er auf „faschistische und rassistische Ideen“ angesprochen wird: „Keine Idee ist völlig wertlos. Die Deutschen hatten einen riesigen Komplex, der ihnen, ehrlich gesagt, von einer Nachkriegsgehirnwäsche eingeimpft worden war. (…) Deutsche Magier sollten sich wirklich von den Meinungen darüber was „korrekt“ ist und was nicht (…), die ihnen die Leute aufgedrängt haben, befreien.“ Das Fanzine „Sigill“ wurde von Stephan Pockrandt herausgegeben.
Stefan Pockrandt betreibt auch das Label „Eislicht“. Laut www.nonpop.de ist „Eislicht- Label aus Dresden, dessen Gründungsimpulse das Erscheinen von Orplids Album „Orplid“ war. Eislicht gilt seit jeher als Label für neofolkloristische Qualitätsmusik und konnte somit auch stilprägend in der deutschen Neofolklandschaft wirken.“


www.nonpop.de wird von Christian Kapke betrieben. Sein Vorgängerprojekt war „Lichttaufe“ und „Lichtreigen“, eine Konzertreihe, die er in Jena und Umgebung organisierte. Sowohl die Homepage nonpop.de als auch lichttaufe.de sind auf ihn angemeldet. Auf nonpop.de wird für die Konzerte am 23.02., 23.03 und 30.04. in der Palette geworben. Die Homepage von Barditus und Orplid, den Bandprojekten von Uwe Nolte, noltex.de zitiert die Konzertbesprechungen und Bandreviews von lichttaufe.de ausführlich. Auf lichttaufe.de wird Uwe Nolte als Dichter vorgestellt. Als Bands kommen Blood Axis, Kirlian Camera, Sol Invictus, Sonne Hagal, Triarii und weitere Bands, die den rechten Rand des Wave-Gothic darstellen, vor.
Christian Kapke selbst war seit Juni 2000 Vorsitzender des Thüringer Landesverbandes der ‚Jungen Landsmannschaft Ostpreussen‘ (JLO), die den jährlichen Naziaufmarsch zur Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945 organisiert.


Sein Bruder Andre Kapke ist organisatorischer Leiter des „Fest der Völker“, das internationale Nazi-Event in Jena seit 2005. Kapke, der in der Vergangenheit in der Neonaziorganisation „Thüringischer Heimatschutz“ organisiert war, hielt gemeinsam mit dem Pressesprecher der Veranstaltung und NPD-Mitglied Patrick Wischke den Polizeikontakt. Ralf Wohlleben NPD-Thüringen war Anmelder und Moderator der Veranstaltung.
Laut „Future“, der Zeitung des Jenaer Infoladens war Christian Kapke aktiv als Mitglied im Thüringer Heimatschutz, Mitglied der NPD, Mitglied der Jungen Landsmannschaft Ostpreußen und im Landesvorstand in Thüringen, Mitglied des rechtskonservativen Arbeitskreises Christlicher Publizisten ACP, Gitarrist, Sänger und Texter der rechtsextremen Balladentruppe Eichenlaub und Anti-Antifa-Aktivist.


Heute versucht er sich ein bürgerliches Äußeres zu geben. Auf nonpop.de stellt er sich als Homepagegestalter und mehr vor und will von seinen Aktivitäten nichts wissen.

Uwe Nolte
versucht sich auch als Künstler und Freigeist darzustellen, ohne ein Rechter zu sein.


Uwe Nolte beteiligte sich mit seiner früheren Band „Rückgrat“ 1996 am Sampler zu Ehren Leni Riefenstahls, dieser wurde vom extrem rechten Verlag und Agentur Werner Symanek VAWS) veröffentlicht. VAWS hat u.a. den „okkultistischen Roman ‚Dunkle Wege‘ vom Nazi-Dichter und Hitler-Lehrer Dietrich Eckart, Bildbände von Nazi-Künstlern, Leni-Riefenstahl-Filme und CDs aus den Bereichen Industrial, EBM und Neo-Folk“ in seinem Programm. Weiterhin „arbeitet Symanek eng mit dem antisemitischen Musiker Joseph Maria Klumb alias Jay Kay (Forthcoming Fire, Weissglut, Von Thronstahl) zusammen, der in Anlehnung an den Autor Jan van Helsing an eine ‚jüdischen Weltverschwörung‘ glaubt und positiv auf Benito Mussolini Bezug nimmt“ (AFA Halle).
Die Debüt-Veröffentlichung von Orplid wurde 1997 neben Eis & Licht (Eislicht) auch vom Ultima Tonträger Versand beworben. Inhaber war der hallesche neonazistische Führungskader Sven Liebich („Nationaler Beobachter Halle-Merseburg“).
1998 beteiligte sich Orplid an der Compilation zu Ehren des hundertsten Geburtstages des italienischen Faschisten Julius Evola, die vom Label Eis & Licht produziert wurde.
Das Organ der NPD, Deutsche Stimme, schrieb in der Nr. 10, 1999 zur Maxi CD von Orplid: »Wem Frank Rennicke und Jörg Hähnel nicht ausreichen, der kommt an dieser Scheibe nicht vorbei.«
2000 posierte Uwe Nolte im Nazi-T-Shirt für den Katalog des Ultima Tonträger Versand von Sven Liebich.
Am 30.01.2001 verklagte er gemeinsam mit Martin Koller (Prophecy Productions) und Markus Stock (Empyrium, Klangstudio E) und Kim Larsen (Of The Wand And The Moon) die Grufties gegen Rechts, da diese sagten, sie würden ihnen „Verbreitung rechtsextremer Ideologien unterstellen“. Die Kläger bezogen sich auf die Broschüre „Die Geister die ich rief…“ von den Grufties gegen Rechts. Das Ermittlungsverfahren endete am 19.03.01 mit einem Freispruch der Grufties gegen Rechts.
Am 29./30.06.05 war Uwe Nolte mit einem Stand für Noltex auf dem Festival „Rock for Roots“. Dort spielten diverse rechte Bands und der Stand von Nolte war direkt neben einem Stand von Enrico Marx (Barabarossa Records). Die beiden unterhielten sich freundschaftlich. Enrico Marx ist sog. „Stützpunktleiter“ der JN-Sangerhausen. Sein Hof wurde im Rahmen der Razzien gegen JN-Strukturen am 10.03.08 wegen Volksverhetzung von der Polizei durchsucht. Die Nazis, die am 07.01.07 einen Brandanschlag auf die Asylbewerberunterkunft in Sangerhausen verübten, waren vorher bei einer Party von Enrico Marx. Der Prozess wegen versuchtem Mord findet gerade in Halle statt.
Der Auftritt von Orplid im Rahmen des Dark-Wave Festivals 2006 in Leipzig wurde auch von der NPD-Zeitung Deutsche Stimme positiv besprochen: „Frank Machau und Uwe Nolte gehören zu der kleinen Gruppe von Künstlern, die noch ganz stilsicher und sprachfertig aus dem abendländisch-antiken Erbe Europas schöpfen und dabei heidnische, romantische und christliche Motive verarbeiten.“
Die neurechte Schülerzeitung „Blaue Narzisse“ aus Chemnitz machte auf ihrer Internetseite für den Auftritt von Orplid am 25. Dezember 2006 Werbung. Eingetragen wurde dieser Veranstaltungshinweis von Felix Menzel einem Autor der „Jungen Freiheit“, welcher auch Kontakte zum rechten Institut für Staatspolitik unterhält.
2007 tauchte Uwe Nolte bei einem Nazikonzert im Saalkreis mit dem T-Shirt „Good Night – Left Side“ auf.


Auch die Zusammenarbeit der Labels und Bands um Uwe Nolte und Christian Kapke geht weiter: 07.03.08 haben Sol Invictus und Prophecy Production einen Plattenvertag abgeschlossen – Quelle: nonpop.de.


Konzerte in der Palette die von Uwe Nolte organisiert wurden waren unter anderem:
25.12.03 Bands: Fire & Ice, Sonne Hagal und Sonnentau
21.05.04 Bands: Heidevolk, Gernotshagen, Orlog und Haruc – fand durch Proteste in Thüringen statt
24.09.04 Bands: Backworld & Grünland
30.04.06 Bands: Quellenthal, Sonne Hagal, Fire+Ice
25.12.06 Bands: Orplid, Kammer Sieben und Quellenthal
23.02.08 Bands: Barditus, Triarii


weiteres unter:

Pressemitteilung der Grufties gegen Rechts zur Anklage von Nolte, Stock und co http://www.geister-bremen.de/presse.htm

Turn it down zur Palette
http://www.turnitdown.de/186.html?&type=98

Turn it down zu Sol Invictus
http://www.turnitdown.de/314.html?&type=98

Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Tony_Wakeford

auf Englisch zu Tony Wakeford:
http://www.stewarthomesociety.org/wakeford.html

Quelle: Indymedia

]]>
http://newdawnfades.blogsport.de/2008/04/03/rechte-neofolk-konzerte-in-halle/feed/
Nazikonzert am Osterwochenende in der Tanzbar Palette / Halle http://newdawnfades.blogsport.de/2008/03/20/nazikonzert-am-osterwochenende-in-der-tanzbar-palette-halle/ http://newdawnfades.blogsport.de/2008/03/20/nazikonzert-am-osterwochenende-in-der-tanzbar-palette-halle/#comments Thu, 20 Mar 2008 11:55:07 +0000 Administrator Der Blutharsch Death in June Douglas Pearce Sol Invictus Tony Wakeford Uwe Nolte / NolteX Deutsch Nepal Above the Ruins http://newdawnfades.blogsport.de/2008/03/20/nazikonzert-am-osterwochenende-in-der-tanzbar-palette-halle/ Im Folgenden dokumentieren wir eine Presseerklärung der studentischen Initiativgruppe an der Uni Halle “Turn it down! Halle”:

Initiative „Turn it down! Halle“
Initiative von Studenten der Martin-Luther-Universität Halle
turndown.halle@gmail.com

Fraktionen im Stadtrat der Stadt Halle,
ausgewählte Vereine der Stadt und
ausgewählte Zeitungsredaktionen

Nazikonzert am Osterwochenende in der Tanzbar Palette angekündigt.
Die Stadt Halle darf kein Forum für Rechtsextremisten bieten.

Am Ostersonntag soll in der Tanzbar Palette (Halle/Saale) zum wiederholten Mal ein rechtes Dark-Wave Konzert stattfinden. deutsch nepalFür den 23. März 2008 ist ein Konzert mit den beiden Bands „Sol Invictus“ und „Deutsch Nepal“ angekündigt. Beide Bands sind bekannte Größen in der rechten Neofolk-Szene. Bereits 2005, bei ihrer letzten Tour durch Deutschland, Österreich und die Schweiz, gab es massive Proteste gegen die Band „Sol Invivctus“. Die Konzerte in Darmstadt (21.01.), Wien (25.01.), Zürich (29.01.) sowie Berlin (25.02.) wurden aufgrund der verschiedensten Interventionen abgesagt.
Wie die vergangenen rechten Dark-Wave-Konzerte in der Palette wird auch dieses von Uwe Nolte organisiert. Die persönlichen Kontakte zu den Betreibern der Tanzbar Palette und seine Tätigkeit als Security in der Palette ermöglichten ihm in der Vergangenheit die reibungslose Durchführung dieser Veranstaltungen. Sollte der Auftritt von „Sol Invictus“ und „Deutsch Nepal“ nicht abgesagt werden, wird billigend in Kauf genommen, dass rechtsextreme Positionen unter dem Deckmantel der Kunst salonfähig gemacht werden. Dass dies den Trägern rechtsextremer Ideologien enormen Zulauf verschafft, sollte man mittlerweile auch in Halle begriffen haben.

Neofolk-Bands wie „Sol Invictus“ nutzen die Gothic-Szene für Verbreitung von Nazi-Codes

Die rechte Szene hat sich in den letzten Jahren diversifiziert und ist nicht mehr an einem einheitlichen Musikgeschmack oder Kleidungsstil zu erkennen. tony wakeford albumUmgekehrt wird auch in der heutigen Neofolk- und Gothic-Szene häufig unreflektiert und vermeintlich unpolitisch auf rechte Symboliken und Ideologien referiert, die das eigene elitäre Selbstbild stützen. Vielen Vertretern dieser Subkultur wäre offene Nazipropaganda zu vulgär. Deshalb ist es gerade der dandyhafte, betont „unpolitische“ und schöngeistige Anspruch von „Sol Invictus“, der es Wakeford (dem einzig beständigen Bandmitglied) ermöglicht, „seine Botschaft eines ‚weißen Nationalismus’ bei Zuhörern anzubringen, die man mit offen zur Schau getragenem Nazismus nicht erreicht“1.
Wakeford bekennt sich also aus taktischen Gründen nicht offen zum Faschismus, aber in seiner Verwendung faschistischer Symbole lässt sich auch keinerlei Kritik erkennen, vielmehr werden diese Zeichen ästhetisch überhöht. Auf dem Umweg über eine ästhetische Faszination wird der Weg für die hinter den Symbolen stehende Denkweise bereitet. Jedes Konzert einer Band wie „Sol Invictus“ mit ihrem Bezug auf Julius Evola und seine „Verherrlichung einer angeblich heroischen, aristokratischen, maskulinen und sonnenzentrierten Tradition einer überlegegen Rasse – Evolas persönliche Variante des arischen Mythos“2 – trägt dazu bei, die öffentliche Zurschaustellung faschistischer Codes zu enttabuisieren und alltäglich zu machen – für uns Grund genug, derartigen Bands keine Auftrittsmöglichkeiten zu bieten.

Tony Wakeford – der Star der Neuen Rechten

Die englische Neo-Folkband „Sol Invictus“ wurde 1987 von Tony Wakeford gegründet. Tony Wakeford ist eine zentrale Persönlichkeit der Neuen Rechten. Große Öffentlichkeit erreichte er mit der von ihm zusammen mit Douglas Pearce begründeten Band „Death in June“, dessen Name sich auf den Röhmputsch bezieht. In Interviews stellten Wakeford und Pearce mehrfach positive Bezüge zum Nationalsolzialismus her. Darüber hinaus präsentiert sich die Band in totalitärer und nationalsozialistischer Ästhetik, so bildet das offizielle Symbol für „Death in June“ einen modifizierten SS-Totenkopf ab. „Death in June“ war, nicht zuletzt durch Wakefords Einfluss, maßgeblich an der Entwicklung des nazistischen Neo-Folks beteiligt. 1984 musste Wakeford auf Druck von Douglas Pearce „Death in June“ verlassen, nachdem seine aktive Mitgliedschaft bei der rechtsextremen Formation „National Front“ in der Öffentlichkeit bekannt wurde. Daraufhin gründete er zusammen mit dem Bassisten der Naziband „Skrewdriver” das Projekt „Above the Ruins” und veröffentlichte ein Album auf dem Rechtsrock-Label „Rock O`Rama”, welches laut Bundesamt für Verfassungsschutz in den 1990er Jahren als europaweit größter Hersteller und Vertrieb rechtsextremistischer Musik galt. 1986 beteiligte sich Wakeford mit diesem Projekt an dem Sampler „No Surrender!“, auf dem u.a. auch die White Power-Bands „Skrewdriver“ und „No Remorse“ erschienen.

Faschistische Bezüge bei „Sol Invictus“

Sowohl der Bandname „Sol Invictus“ als auch der Titel des ersten Albums „Against the Modern World“ stellen Bezüge zu dem italienischen Philosophen Julius Evola her, der als einer ihrer rassistischen Vordenker enge Kontakte zur faschistischen Bewegung Benito Mussolinis unterhielt und auch kurzzeitig für die nationalsozialistische „Forschungs-gemeinschaft Deutsches Ahnenerbe“ tätig war. Bandname und Albumtitel nehmen Bezug auf Evolas Werk „Revolte gegen die moderne Welt“ (1934) und die von ihm häufig verwendete Metapher der „unbesiegten Sonne“. Als Vertreter eines konsequenten Antimodernismus plädiert Evola für einen autokratisch geführten Staat und ein übergreifendes „Germanien“, geführt von einer historisch-geistigen Elite. Demokratie und Gleichheitsgedanken waren ihm zuwider: Für Evola „ist jede Demokratie in ihrem eigenem Prinzip eine Schule der Immoralität, eine Beleidigung der Würde und der inneren Haltung.“3. Das Gedankengebäude von Evola, der auch nicht davor zurückschreckte, ein Vorwort für die berüchtigte antisemitische Fälschung „Die Protokolle der Weisen von Zion“ zu schreiben, zeigte dabei durchaus praktische Wirkung: „Nach der Einführung der italienischen Rassegesetze 1938 wurde Evolas ‚geistiger Rassismus’ […] als offizielle Doktrin des italienischen Faschismus verbreitet“4, deutschnepalblutharschsplitund nach dem Zweiten Weltkrieg inspirierten seine Thesen mehrere blutige Terroranschläge italienischer Faschisten. Heutzutage genießt Evola auch in deutschen Nazikreisen wieder höchstes Ansehen. „Seine Betonung von Geist, Rasse und Ordnung paßt nahtlos zur alten SS-Weltsicht einer gestählten Elite von Rassenkriegern, für die ‚Ehre gleich Treue ist’.“5

Deutsch Nepal, die Vorband des Abends ist in Neofolkkreisen ebenfalls bekannt und unterhält gute Kontakte zur Band “Blutharsch”, die zu den wichtigsten Vertretern der rechtsextremen Darkwave-Szene zählen. Die Kooperationen der Bands reichen von gemeinsamen Studio-Produktionen bis zu Live-Auftritten, bei denen sie sich unter Verwendung von nationalsozialistischen Symbolen (wie Eiserne Kreuze, Siegesrunen, Stahlhelme) in Szene setzen. Unter Konzertbesuchern und Fans der Bands finden sich nicht wenige Anhänger der extremen Rechten.

Organisiert wird das Konzert durch Uwe Nolte. Dieser hat in den vergangenen Jahren immer wieder am gleichen Ort Konzerte neuheidnisch inspirierter Dark-Wave Bands veranstaltet. Damit finden wiederholt Bands und Publikum des rechten Randes ihrer jeweiligen Szenen einen öffentlichen Raum in einem der bekanntesten Veranstaltungsorte der Stadt. Die Verbindung kultureller Angebote mit antidemokratischen, rassistischen und antisemitischen Inhalten ist eines der wesentlichen Elemente rechtsextremer Jugendkultur. Es ist zu erwarten, dass auch Fans der Naziband “Death in June” den Auftritt ihres Idols Tony Wakeford sehen wollen.

Wir fordern alle städtischen Institutionen und die Parteien der Stadt Halle auf, sofort mit den Verantwortlichen in der Tanzbar Palette Kontakt aufzunehmen und die Absage der Veranstaltung zu bewirken. Indem sie öffentlich entschieden Partei ergreifen, können sie ein Zeichen gegen ein weiteres Fortschreiten von rechtem Gedankengut im Kulturbereich in der Stadt Halle setzen.

Initiative „Turn it down! Halle“

Initiative von Studenten der Martin-Luther-Universität Halle

Quelle: Commander Master Chief

  1. übersetzt nach www.stewarthomesociety.org/wakeford.html [zurück]
  2. www.trend.infopartisan.net/trd1298/t351298.html [zurück]
  3. Dornbusch, Christian/ Raabe, Jan (Hrsg.): Rechts-Rock. Bestandsaufnahme und Gegenstrategien. Münster 2002, S. 289f [zurück]
  4. www.trend.infopartisan.net/trd1298/t351298.html [zurück]
  5. www.trend.infopartisan.net/trd1298/t351298.html [zurück]

]]>
http://newdawnfades.blogsport.de/2008/03/20/nazikonzert-am-osterwochenende-in-der-tanzbar-palette-halle/feed/
Quo vadis Darkwave? Ästhetische Mobilmachung revisited http://newdawnfades.blogsport.de/2007/08/30/quo-vadis-darkwave-aesthetische-mobilmachung-revisited/ http://newdawnfades.blogsport.de/2007/08/30/quo-vadis-darkwave-aesthetische-mobilmachung-revisited/#comments Thu, 30 Aug 2007 21:53:01 +0000 Administrator Der Blutharsch Death in June Allerseelen The Moon Lay Hidden Beneath A Cloude NON Zinnober Sigill Dernière Volonté Von Thronstahl Douglas Pearce Verlag & Agentur Werner Symanek Blood Axis Michael Moynihan Eis & Licht Junge Freiheit Les Joyaux de la Princesse Zwielicht Genocide Organ Sonnentau Orplid Stephan Pockrandt Uwe Nolte / NolteX Gerhard Petak / Kadmon Steinklang Industries Triarii Barditus Rückgrat Marcel Petri Halgadom Frank Krämer Frank Machau Auerbach Tonträger Primus Inter Pares Leger des Heils Mario Ansinn Dominik Tischleder The Grey Wolves Cold Fusion Puissance Erik Konofal A Challenge Of Honour Changes Der Arbeiter Belborn Rose Rovine e Amanti Hagal Brynhild Amann Sagittarius Shava Sadhana http://newdawnfades.blogsport.de/2007/08/30/quo-vadis-darkwave-aesthetische-mobilmachung-revisited/ Vor fünf Jahren erschien der Sammelband »Ästhetische Mobilmachung«, der die musikalischen Genres des Dark-Wave, Neofolk und Industrial im Spannungsfeld rechter Ideologien thematisierte.

Kern der Kritik an der Szene ist, dass verschiedene Musiker und Szeneprotagonisten einem rechten Kulturpessimismus Vorschub leisten und als Gegenentwürfe anti-egalitäre, anti-demokratische und anti-modernistische Dichter und Denker präsentieren. Die Vermittlung erfolgt allerdings weniger über eine intellektuelle kognitive Ebene, als vielmehr über eine (neo-)romantische, ästhetisierte Gefühlsduselei mit esoterischen, naturellen und naturreligiösen Bezügen. Die Grufti- bzw. »Schwarze Szene« reagierte seinerzeit verhalten auf das Buch: Während sich die eher kritischen »Geister« mit dem Inhalt auseinandersetzten, tat es der rechte Flügel als »Übertreibung« und »Lügengespinst« ab.

Ambivalenzen

Eine der Grundthesen des Buches war schon 2002, dass der rechte Flügel der Darkwave-Szene kein Äquivalent zur Rechts- Rock-Szene mit deren Eindeutigkeiten darstellt. Vielmehr sind die Musik bzw. die Interpreten in ihrer ganzen Ambivalenz zu betrachten. Die von Julius Evola inspirierte Kritik an der Moderne im Song »Death of the West« von »Death in June« setzt etwa nicht zwingend voraus, dass der Kopf der Band, Douglas Pearce, Antisemit und Israel-Hasser sein muss. Andersrum macht der permanente Verweis auf seine Homosexualität aus ihm noch keinen Antifaschisten (für einige eingefleischte Fans scheint Pearce im Übrigen seit seiner aktiven Rolle im australischen Schwulen-Porno »Vignettes« (2006) passé).

Ebenso kritisiert wird bei der Wiener Band »Allerseelen« um Gerhard Petak unter anderem die 1995 veröffentlichte CD »Gotos=Kalanda«, die auf Gedichten des SS-Brigadeführers und Himmler-Beraters Karl Maria Wiligut (»Weisthor«) basiert und mit Bildern von der Wewelsburg und deren »schwarzer Sonne« gestaltet wurde. Der 2006 veröffentlichten Vinyl-Fassung fügte Petak nun das »Lied der Häftlinge« bei, das ein ehemaliger Häftling des Konzentrationslagers Wewelsburg um 1944 geschrieben hat. Doch diese posthume »Ambivalenz« verliert ihre Überzeugung angesichts dessen, dass bei »Allerseelen « Marcel Petri mitspielt, der ansonsten auch bei »Von Thronstahl« und »Halgadom« involviert ist – letztere ist die Band von Frank Krämer, einem Mitglied der Nazi-Rock-Band »Stahlgewitter«.

Status Quo

Der rechte Rand der »Schwarzen Szene« zeigt sich nach wie vor insbesondere im Industrial und Neofolk, den heute in Deutschland vor allem »Orplid« repräsentiert. Die Band um Uwe Nolte und Frank Machau aus Halle an der Saale scheint nach wie vor voller Elan. 2006 erschien auf »Auerbach Tonträger« ihr achter Tonträger mit dem Titel »Sterbender Satyr« und jüngst veröffentlichte Nolte auf seinem Label »NolteX« alte Aufnahmen der Band sowie des frühen Parallelprojekts »Rückgrat«.

Musikalisch wirkt er unter anderem bei »Sonnentau « und »Barditus« mit. Machau indes debütierte 2005 mit seinem Soloprojekt »primus inter pares« beim Dresdener Label »Eis & Licht«, nach wie vor eine der bekanntesten Adresse für Neofolk. Aus Halle stammt auch die Gruppe »Leger des Heils« von Mario Ansinn, deren Namen sich auf eine niederländische christliche Heilsarmee bezieht und deren jüngste CD »Gloria« ebenso auf dem Dresdener Label von Stephan Pockrandt erschien. Bis 2000 hatte der die Zeitschrift »Sigill« herausgegeben und bis 2003 das Folgeprojekt »Zinnober«, das dann in die Hände von Dominik Tischleder überging und nach zwei Ausgaben eingestellt wurde. Die für Neofolk-HörerInnen entstandene Lücke füllten zwischenzeitlich nur bedingt die Zeitschriften »Black« und »Ikonen«, bis im Dezember 2006 die erste Ausgabe des Magazins »Zwielicht« erschien: »Sie ist unsere Antwort auf die uns allesamt langweilenden Musikmagazine in Internet und Zeitschriftenhandel«, schreibt Pockrandt in einer »Eis & Licht«-Rundmail. Während »Sigill« offensiv strittige Symbole abgebildet hatte und sowohl »Sigill« als auch »Zinnober« zur weltanschaulichen Bildung der Szene beitrugen, präsentiert »Zwielicht« zwar wie gehabt Interviews mit teils einschlägig bekannten Bands und rezensiert die entsprechenden Platten, doch fehlen mehr oder weniger eindeutige programmatische Einlassungen.

Im Szene-Mainstream wird neofolkloristische Musik vor allem in »Zillo« gefeatured und seit vergangenem Jahr in der »Szene-Bravo«, dem »Orkus«- Magazin. Nach und nach publizierte das Magazin Interviews oder Berichte über Bands wie »Der Blutharsch«, »Death In June« oder »Allerseelen« und präsentierte sie teilweise auf der CD zum Heft. Die Industrial-Bands vom rechten Rand der Szene, die auf strittige Symbole, markige Worte, militantes Auftreten und militaristischen Gestus setzen, fehlen indes noch. Musik von »NON«, »Genocide Organ« oder »The Grey Wolves« bricht wohl doch zu sehr mit den gängigen Hörgewohnheiten der LeserInnen. Um so mehr erstaunt, dass im Shop vor allem CDs des österreichischen Labels »Steinklang« angeboten werden, darunter die polnische Band »Cold Fusion«: »45 Minuten wunderschöner symphonischer Marschmusik… «, heißt es in der Kurzbeschreibung. Ihre Musik, eine Mischung aus Neo-Klassik und Militärmusik im düsteren Arrangement wird neuerdings als »Military Pop« bezeichnet.

Ihren Vorläufer findet die Stilistik bei »Laibach«, Les Joyaux De La Princessederen militaristisches Moment bereits das Projekt »Puissance« des schwedischen Duos Fredrik Söderlund und Henry Möller Mitte der 1990er Jahre in den Mittelpunkt rückte. Unter dem Namen »Arditi« steigerten sie das Militaristische ins Absolute und vermengten es mit offensichtlich affirmativer Faszination für den Faschismus. Anleihen nehmen die heutigen Bands auch bei der französischen Formation »Les Joyaux De La Princesse« von Erik Konofal, der seine Begeisterung für die nationalistische Rechte nie sonderlich kaschierte. Als »Military Pop« gelten ferner Gruppen wie »Allerseelen«, »Triarii« (Berlin), »A Challenge Of Honour« (Niederlande) und »Dernière Volonté« (Frankreich). Letztere konnten sich auf dem jüngsten »Wave-Gotik-Treffen« (WGT) zu Pfingsten in Leipzig präsentieren. Nach wie vor tummeln sich dort rechte Fans, teilweise auch Autoren der »Junge(n) Freiheit« oder Aktivisten der NPD. Doch längst nicht jeder Besucher, der Camouflage trägt, ist auch ein Rechter oder Neonazi.


It´s still the same old story

»Diese Szene rekurriert auf dezidiert europäische Kulturtraditionen«, erklärte Peter Matzke, Sprecher des WGT, im Interview mit der »Junge(n) Freiheit« im Juni 2003, »sie lebt etwas, das vor allem der nordeuropäischen Mentalität und Denkart entgegenkommt.« Einschränkend fügt er hinzu, dass die »Szene […] an sich apolitisch [ist] – insofern, als dass sich kein politischer Meinungs- Mainstream ergibt, der in das gängige Politikmodell eingeordnet werden könnte. Allerdings«, betont er, »ist die weitgehende Ablehnung des Wertesystems der europäischen und amerikanischen Wohlstandsgesellschaft in meinen Augen eine hochpolitische Aussage.« Diesem ablehnenden Gefühl, dem Zweifel an der Moderne und der daran anknüpfenden Suche nach Alternativen versuchen die Künstler und Szene-Protagonisten vom rechten Rand eine Richtung zu geben. Der italienische Kulturphilosoph und Vordenker des italienischen Faschismus, Julius Evola, ist nach wie vor en vogue in der Szene, wie die 2006 veröffentlichte Split-CD der US-amerikanischen Band »Changes« und »Allerseelen« zeigt. Deren Titel »Men among the ruins« ist die englische Übersetzung des Evola-Werkes »Menschen inmitten von Ruinen«.

Mit dem französischen Schriftsteller und Faschisten Pierre Drieu la Rochelle setzte sich »Dernière Volonté« auseinander. Das chilenische Projekt »Der Arbeiter« zeigt sich indes inspiriert vom »esoterischen Hitleristen« Miguel Serrano, während sich der Titel des »Barditus«-Albums »Die letzten Goten« auf einen Abschnitt aus dem Roman »Ein Kampf um Rom« von Felix Dahn bezieht. Dahn gilt als einer der wichtigen Romanciers völkischen Gedankenguts des späten 19. Jahrhunderts. Und die Compilation »Die Geburt des Jahrtausends«, 2003 auf »Steinklang« verlegt, erschien in »Gedenken an Kurt Eggers und Ludwig Fahrenkrog«. Ersterer war während des Nationalsozialismus zunächst Dichter und Autor völkischer Literatur und im Krieg Panzerkommandant bei der Waffen-SS. Fahrenkrog gehörte zu den Völkischen und gründete 1912 die »Germanische Glaubens-Gemeinschaft«.

»Jenseits von Sieg und Niederlage eint uns der Wille und die Vision. Wir marschieren gegen den Geist der Zeit, Ausbeutung, Egoismus, Korruption. Wir tragen die Erde unserer Ahnen, mit ihrer Kraft sind wir verbunden. Wir tragen die Erde unserer Ahnen, für Europas neue Sternstunde. Wir tragen die Erde unserer Ahnen, denn sie ist unser Erbe. Wir tragen die Erde unserer Ahnen, auf dass es morgen werde!«, singen »Belborn« auf einer gemeinsamen CD mit »Rose Rovine e Amanti« 2006 mit Blick auf die »Eiserne Legion« des rumänischen Faschistenführers Corneliu Zelea Codreanu. Und im »Hagal«-Magazin betonte Michael Moynihan von »Blood Axis« im vergangenen Jahr, nachdem er auf die »Referenzen« seiner Musik angesprochen wurde: »Im weitesten Sinne gilt unser Bekenntnis dem indo-europäischen Raum, und hierin besonders den germanischen und keltischen Völkern, deren Blut noch immer in unseren Adern strömt. Ich habe vor jedem Respekt, der treu zu den Traditionen seiner Ahnen steht, was in diesem Zeitalter der Atomisierung und Anomie selbst schon zunehmend als ketzerisch gilt«.

Wiederbelebte und gerufene Geister »Ein großes Verdienst dieser Jugendkultur ist es sicherlich, das Interesse jüngerer Generationen für jene Ideen geweckt zu haben, die in der One-World keinen Platz mehr haben dürfen, nämlich das Wissen um das Heimatgefühl, die Riten und Traditionen, die Volksseele, das Europa der Vaterländer. Diese Kunstgattung transportiert jene Inhalte besser, weil spielerisch, als jede Vortragsreihe eines Theoretikers«, urteilte Brynhild Amann im Herbst 2006 begeistert in der österreichischen Zeitung »Neue Ordnung«. Sie muss es wissen: Hinter dem Pseudonym steht die ehemalige Sängerin des Duos »The Moon lay hidden beneath a Cloud«, das sich 1998 auflöste.

Pathos und Hang zu großen Worten, blutharschKulturpessimismus und Verherrlichung des Vergangenen sowie Begeisterung für die so genannten »Männer der Tat« faszinieren aber nicht nur die »Grufties« am rechten Rand der Szene. An der Kasse des »Blutharsch«- Konzerts im April 2006 saß Hartwin Kalmus, Betreiber des RechtsRock-Label »Ragnarök Records«, ehemaliger Vize von »Blood & Honour« Baden und angeblich »zweiter Chef« der vermuteten Nachfolgeorganisation »Division 28«. Auf den Rezensionsseiten des Magazins »Hier & Jetzt« der »Jungen Nationaldemokraten « werden mehr Darkwave-Scheiben besprochen als RechtsRock-Produkte und seit Jahren schon berichtet die NPD-Postille »Deutsche Stimme« regelmäßig über das WGT, auf dem vor ein paar Wochen auch wieder der »Verlag und Agentur Werner Symanek« mit einem Verkaufsstand präsent war.

Nachdem aber dieses Jahr Festivalbesucher mit einschlägigen Band-T-Shirts, SS-ähnlichen Uniformen und »Thor-Steinar«-Klamotten angegangen wurden, stellte der NPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Gansel knapp vier Tage später eine »Kleine Anfragen zu linksextremistischen Überfällen auf Konzertbesucher« im sächsischen Landtag. Sein Ärger rührt wohl noch von dem im letzten November durch antifaschistische Öffentlichkeitsarbeit verhinderten Konzert von »Sagittarius« und »Shava Sadhana« her, das im Haus der Burschenschaft »Dresdensia-Rugia« in Gießen stattfinden sollte, zu deren »Alten Herren« er gehört. Beworben wurde die Veranstaltung mit dem Titel »Wolfstanz« vor allem von »Neo: Form«, dem »Portal für konservative Musik« von Mirko Peters von der »Alten Breslauer Burschenschaft der Raczeks«.

Am rechten Rand der »Schwarzen Szene« hat sich ein illustrer Kreis etabliert. In München tummelten sich gar Aktivisten der Kameradschaft »Autonome Nationalisten München« wie selbstverständlich im lokalen Szenetreff »Club Millenium«. Selbst der örtliche Führungskader Hayo Klettenhofer eckte mit seinem SS-Generalsmantel nicht an.

von Christian Dornbusch

dieser Artikel erschien im Rechten Rand Nr.107, Juli / August 2007

Quelle: Turn it down

]]>
http://newdawnfades.blogsport.de/2007/08/30/quo-vadis-darkwave-aesthetische-mobilmachung-revisited/feed/
Kritik ja, Schmähung nein http://newdawnfades.blogsport.de/2007/08/23/kritik-ja-schmaehung-nein/ http://newdawnfades.blogsport.de/2007/08/23/kritik-ja-schmaehung-nein/#comments Thu, 23 Aug 2007 17:09:56 +0000 Administrator Der Blutharsch Albin Julius http://newdawnfades.blogsport.de/2007/08/23/kritik-ja-schmaehung-nein/ Die österreichische Band »Der Blutharsch« wollte nicht als »Neonazi-Band« bezeichnet werden und strengte deshalb ein Verfahren gegen die Jungle World an. Das Landgericht gab jedoch der Zeitung Recht.

Verlagsmitteilung

Das Landgericht Frankenthal hat geurteilt, dass die Wochenzeitung Jungle World die Musikgruppe »Der Blutharsch« in einem Artikel als »Neonazi-Band« bezeichnen durfte. Es handle sich bei dieser Äußerung um ein von der Meinungsfreiheit der Presse geschütztes Werturteil und keine Schmähkritik. Das Urteil ist jetzt rechtskräftig geworden.

Mit dem Urteil hat das Gericht einen Antrag von Albin Julius Martinek, dem Sänger der österreichischen Band »Der Blutharsch«, auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen die Wochenzeitung Jungle World und deren Redakteur Ivo Bozic zurückgewiesen.

Das Gericht führt zur Begründung aus, dass sich die Zeitung in dem beanstandeten Artikel in sachlicher Weise mit der Band »Der Blutharsch« und deren Aufreten in der Öffentlichkeit auseinandergesetzt habe.

Zudem dränge sich aufgrund des gesamten Auftretens und Verhaltens der Band »Der Blutharsch« die Bewertung auf, dass es sich um eine Band aus dem Neonazi-Milieu handle. Dies ergebe sich aus den Live-Auftritten der Band in »durchgängig faschistisch und nationalsozialistisch kodierten Uniformen« und der Verwendung von Zeichen aus der NS-Zeit auf der Homepage, Merchandising-Artikeln und Plattencovern. Wer sich so präsentiere, müsse sich eine kritische Würdigung seines öffentlichen Wirkens gefallen lassen. Die Wochenzeitung Jungle World habe sich daher keine presserechtlichen Verfehlungen zuschulden kommen lassen.

Thomas Moritz, der Rechtsanwalt der in Berlin erscheinenden Wochenzeitung, kommentierte das Urteil mit den Worten: »Das Gericht hat sich eingehend mit der Band »Der Blutharsch« beschäftigt und ist zu denselben Erkenntnissen gelangt wie meine Mandanten.«

Quelle: Jungle World

]]>
http://newdawnfades.blogsport.de/2007/08/23/kritik-ja-schmaehung-nein/feed/
„Ostara“ – Reaktionäres poppig verpackt http://newdawnfades.blogsport.de/2007/04/02/ostara-reaktionaeres-poppig-verpackt/ http://newdawnfades.blogsport.de/2007/04/02/ostara-reaktionaeres-poppig-verpackt/#comments Mon, 02 Apr 2007 15:58:24 +0000 Administrator Death in June Ostara Zinnober Von Thronstahl Strength Through Joy Blood Axis Eis & Licht Waldteufel Voxus Imp. Les Joyaux de la Princesse Richard Leviathan Zwielicht Stephan Pockrandt http://newdawnfades.blogsport.de/2007/04/02/ostara-reaktionaeres-poppig-verpackt/ „Ostara“ ist eine sog. „Darkpop“-Band, die 1999 von Richard Leviathan und Timothy Jenn gegründet wurde, um, nach eigener Aussage, tiefer ihr „abendländisches Erbe“ zu ergründen.

Die Band gilt als Nachfolgeprojekt der neonazistischen Formation „Strength Through Joy“ („Kraft Durch Freude“), die eine intensive Zusammenarbeit mit der rechten Band „Death in June“ pflegte, offen nationalsozialistische Inhalte affirmativ wiedergab (Titel wie „The Blond Beast“, z.B. spielen klar auf das „Ariertum“ an) und völkischen Ritualen ganze CDs widmete (wie mit „Salute to Light“, basierend auf Bildern des Hitler-Malers Fidus).

Der Name „Ostara“ spielt dabei einerseits auf eine germanische Frühlingsgöttin, andererseits auf die 1905 gegründete Zeitschrift gleichen Namens ostaraalbumvon Jörg Lanz von Liebenfels an. Diese okkulte Publikationsreihe hatte sich die „Erforschung und Pflege des heroischen Rassentums und Mannesrechts“ zum Ziel gesetzt und übte wesentlichen Einfluss auf die Ideologie der Nationalsozialisten aus. Die „Ambiguität“ des Bandnamens sei gewollt, gibt Leviathan in Interviews zu.

Die Band besteht heute aus vier Mitgliedern (Leviathan, Stu Mason, Tim Desmond und Dave Renwic) und spielt melodisch massentauglichen Pop – als Vorbilder gibt man Placebo und NIN an – mit antichristlichem und okkultem Inhalt. Die Bezugnahme auf rechte Ideologie ist dabei, wenn auch nicht mehr so eindeutig wie bei „Strength Trough Joy“, weiterhin Bestandteil der Band.

Die Veröffentlichung „Ultima Thule“, z.B., beschäftigt sich thematisch mit dem Thule-Mythos, der Legende einer germanischen „Urheimat“ am äußersten Nordrand („Ultima Thule“) der Welt, an. Schlagworte wie „Arier“ etc. werden dabei vermieden, stattdessen ergeht man sich in okkulten Untergangsphantasien.
Zwei Lieder der CD sind Leni Riefenstahl gewidmet. Die Propagandistin Hitlers gilt heute im rechten Rand der Neofolk-Szene als Ikone. Ihr gewidmet sind zahlreiche Sampler rechter Bands und ihre Bilder zieren so manches CD-Cover (u.a. auch von „Strength Through Joy“).

Dass rechtsextremes Gedankengut beim Kopf der Formation fest verankert ist, wird in zahlreichen Interviews – in denen er Ostara klar als „politisch“ klassifiziert – überdeutlich.

Den Nationalsozialismus klassifiziert Leviathan als „primitivistische Form des Faschismus, die einige Prinzipien hatte, die nicht einfach als pervers oder böse abgetan werden können“. Geboren aus „Kameradschaft und Leid an der Front“ habe dieser immerhin „viele der absoluten Unterscheidungen zwischen Klassen, die die alten Strukturen der Gesellschaft pervertiert hatten, aufgelöst.“ Dem vermeintlich „linken“ Flügel der NSDAP, wie den Gebrüdern Strasser, bescheinigt er einen Oppositonsstatus – exakt wie die rechte Band „Death in June“ es seit Jahren bei Ernst Röhm tut. Massenmord und Krieg wären einzig Hitlers Schuld.

Besonders der faschistische Intellektuelle Julius Evola hat es Leviathan angetan. Evola pflegte enge Verbindungen zum italienischen Faschismus (auch zu Mussolini persönlich), arbeitete zeitweise mit der, der SS unterstellten, Forschungs- und Lehrgemeinschaft „Ahnenerbe“ zusammen und hatte auch nach dem Zweiten Weltkrieg großen Einfluss auf rechtsextreme Organisationen (wie z.B. „Ordine Nuovo“).
Leviathan sieht Evola als lyrische Inspiration für sich und „Ostara“. Die Band zitiere ihn zwar nie direkt, aber Evola sei stehts „irgendwie im Hintergrund“. Besonders die „eurozentrische Denkweise und [sein] Verlangen die Wurzeln unserer Zivilisation wiederzuentdecken, zu erneuern und zu bekräftigen“ haben es dem Textschreiber von „Ostara“ angetan.

Des Weiteren sieht Leviathan, der Sohn säkularisierter jüdischer Eltern, die Notwendigkeit einer „spirituellen Elite“, einer „Aristokratie des Geistes“. Eindruck auf ihn habe in diesem Zusammenhang der neuromatische Dichter Stefan Anton George gemacht. Der reaktionäre und antiaufklärerische Lyriker entwarf in „Das neue Reich“ (1928) die Idee einer hierarchischen Gesellschaft, geführt von einer geistigen Elite. Dies veranlasste die Nazis dazu massiv um dessen Gunst zu werben, was George jedoch abwehrte. Diese reaktionäre und antidemokratische Opposition zu Nazideutschland attestiert Leviathan auch Von Stauffenberg, den er als einen „Patrioten“,„theoretisch loyal zum Regime“, fasst.

Auch Ernst Jünger, stj-coverAntidemokrat und Autor des kriegsverherrlichenden Buches „In Stahlgewittern“, gegenüber äußert der Sänger Interesse. Dieser, ebenso wie weitere Autoren aus dem Zusammenhang der „konservativen Revolution“, hätten großen Einfluss auf seine Musik gehabt.

Somit lässt sich „Ostara“ klar als Band charakterisieren die sich der okkult-mystischen Grundlage des Faschismus verschrieben hat und nationalistisches, antidemokratisches und antiaufklärerisches Gedankengut propagiert – all dies verpackt in poppigem Gewandt. Kritik wird mit Verweis auf Leviathans Elternhaus pauschal als Rufmord abgetan.

Dazu passt es sehr gut, dass „Ostara“-CDs in Deutschland über das rechte Label „Eis&Licht“ vertrieben werden. Das Label von Stephan Pockrandt gibt das rechte Fanzine „zwielicht“ (Nachfolgeprojekt von Zinnober) heraus, veröffentlichte CDs der rechten Formationen „Waldteufel“, „Von Thronstahl “ und „Voxus Imp.“ und vertreibt über seinen Onlineshop „Neofolk.de“ rechte Szenegrößen wie „Death in June“, „Blood Axis“ und „Les Joyaux de la Princesse“.

Alle Zitate: wörtliche Übersetzungen von „Interview with Richard Leviathan (Ostara), 30/01/2001″, „Richard Leviathan of OSTARA. Interviewed by Troy Southgate“ und „OSTARA Interview. 23.02.2002″

Quelle: Polit-Cafe Azzoncao

]]>
http://newdawnfades.blogsport.de/2007/04/02/ostara-reaktionaeres-poppig-verpackt/feed/
Informationen zu „Dernière Volonté“ und „HAURUCK!“ http://newdawnfades.blogsport.de/2007/04/02/erster-eintrag/ http://newdawnfades.blogsport.de/2007/04/02/erster-eintrag/#comments Mon, 02 Apr 2007 14:50:51 +0000 Administrator Der Blutharsch Albin Julius Dernière Volonté HauRucK Eis & Licht Genocide Organ ZetaZeroAlfa Spiritual Front SPQR http://newdawnfades.blogsport.de/2007/04/02/erster-eintrag/ „Dernière Volonté“ („Der letzte Wille“) ist die Military-Pop-Band des französischen Musikers Geoffroy D. (bei Live-Auftritten in der Regel mit Trommler-Unterstützung). Als Band-Logo diente lange Zeit das Zeichen der in Frankreich stationierten SS-Division „Götz von Berlichingen“. Thematisch beschäftigt sich Geoffroy D. insbesondere mit Vichy-Frankreich, Kameradschaftlichkeit und der Gedankenwelt faschistischer und reaktionärer „Vordenker“.

So beteiligte sich Dernière Volonté 2001 mit dem Lied „Ma Foi Est Mon Combat“ („Mein Glaube ist mein Kampf“) an einem CD-Sampler zu Ehren des rumänischen Reaktionärs Corneliu Codreanu, Anführer des antisemitisch-nationalistischen Kampfbundes „Legion Erzengel Michael“.

Schnell jedoch wurde das alte Logo durch ein selbstentworfenes, unbedenkliches Symbol ausgetauscht. Die Nutzung von SS-Symbolik „bedauert“ Geoffroy D. nun öffentlich und beteuert zu der Teilnahme an dem Codreanu-Sampler förmlich genötigt worden zu sein. Interesse habe nur an dessen „gnostischer und föderaler Seite“ bestanden. Nach dieser Distanzierung, die über das rechte Internetportal „Neo-Form.de“ erfolgt ist, fährt er jedoch fort die „Intelligenz […] und [das] maßloses Werk“ Albert Speers, dem er mit „A.Speer“ ein Lied gewidmet hat, zu loben und bezeichnet es als ein „schreckliches Ende [..], dass A. Speer zu all diesen „verfemten“ Künstlern“ gehöre.

Trotz einiger ästhetischer „Entschärfungen“ – die Musik von Geoffroy D. wird zunehmend poppiger – bewegt Dernière Volonté sich inhaltlich weiterhin auf bekannten Pfaden. So auch auf ihrer neusten Veröffentlichung mit dem Titel „Devant Le Miroir“ („Vor dem Spiegel“).
Die CD setze sich hauptsächlich mit dem Buch „Le Feu Follet“ („Das Irrlicht“) des Faschisten Pierre Drieu la Rochelle auseinander. (Ein Zitat von la Rochelle: „Wir europäischen Faschisten […]. Wir können beruhigt sterben. Wir haben eine Aufgabe vollbracht, die andere als wir in Europa nicht vollbringen konnten.“)

Die CD kommt in rechten Szene-Kreisen gut an. So erhält sie auch in der Zeitschrift „zwielicht“ (verlinkt auf der [krankpop]-Homepage) des rechten CD-Labels Eis&Licht (ebenfalls verlinkt bei [krankpop]) von Stephan Pockrandt eine – sehr aufschlussreiche – positive Kritik:


[…] ihre Musik wurde poppiger […]. Ein streng militärisches Flair bleibt jedoch durch die militärischen Trommeln, das Bühnenoutfit und die virilen Texte, die den Wert der „Kameradschaft“ preisen, erhalten. […] Auf „Devant Le Miroir“ sind die Pop-Elemente noch erheblich ausgebaut worden, atmosphärisch und konzeptionell bleibt jedoch alles beim Alten, und das ist auch gut so, denn ihr Stil ist einfach stimmig […] Textlich wird auf die großen Europäer Pierre Drieu La Rochelle und Guillaume Apollianaire zurückgegriffen

Rochelle, seit 1934 Parteigänger des französischen Faschismus, leitete von 1940 bis ’43 die avantgardistische Literaturzeitschrift NRF und veröffentlichte drei Bücher. Nach dem Sieg der Alliierten beging er Selbstmord. Sein Grab ziert die letzte Seite des Booklets der CD „Devant Le Miroir“. Darüber steht der Text des Liedes „Die Freude Vor Dem Tod“ („La Joie Devant La Mort“).

Eine gewisse „Grauzone“, in der sich viele Bands dieser Musiksparte bewegen, hat Dernière Volonté auch durch die enge Zusammenarbeit mit der rechten Military-Pop Band „Der Blutharsch“ und dessen Label „HAURUCK!“ verlassen.

„Der Blutharsch“ ist ein Musikprojekt des Österreichers Albin Julius. Gegründet 1997, fiel „Der Blutharsch“ schnell durch exzessive Verwendung nationalsozialistischer Symbolik (u.a.. handelt es sich bei dem Bandlogo um ein Eisernes Kreuz mit Lorbeerkranz) und Tonausschnitten aus der NS-Zeit auf. Julius, der in Interviews ein totalen Migrationsstopp fordert und von einer Rückkehr zu einem Europa der Nationalstaaten phantasiert, arbeitet dabei sehr eng mit bekennenden Sozialdarwinisten, wie z.B. dem US-Noise-Künster Boyd Rice, zusammen (Zitat: „Wenn ich irgendwelche Probleme diesbezüglich hätte, würde ich wohl nicht mit ihm auf Tour gehen.”).

Neben Mitgliedern der Band „Genocide Organ“ („Sprachrohr des Völkermords“), die bei Live-Auftritten auch schon mal lautstark „Freiheit für Pinochet!“ fordern (und auch bei [krankpop] in der Playlist auftauchen), war Geoffroy P. von Dernière Volonté dabei mehrmals mit von der Partie. Neben diversen Split-LPs von Dernière Volonté und Der Blutharsch wirkte dieser auch auf der Blutharsch-Veröffentlichung „Time is thee enemy!“ mit – ebenso wie der Kopf von Genocide Organ.

Dies ist kaum verwunderlich, handelt es sich bei Dernière Volonté doch um eines der Vorzeige-Projekte des rechten Labels „HAURUCK!“, das Albin Julius von Der Blutharsch betreibt.

Dernière Volonté reiht sich dabei ein in Veröffentlichungen von rechten Bands wie „Spiritual Front“, “Zetazeroalfa”, „SPQR” etc. und rechten Musikprojekten wie die “Adresso viene il bello”, die Vertonung italienischer Märsche, größtenteils aus der Zeit des Mussolini-Faschismus. Eine Gesellschaft in der man sich allem Anschein nach sehr wohl fühlt – auch die nächste CD wird wohl auf „HAURUCK!“ erscheinen.

Quelle: Polit-Cafe Azzoncao

]]>
http://newdawnfades.blogsport.de/2007/04/02/erster-eintrag/feed/
Bunkermystik IV http://newdawnfades.blogsport.de/2006/08/29/bunkermystik-iv/ http://newdawnfades.blogsport.de/2006/08/29/bunkermystik-iv/#comments Tue, 29 Aug 2006 08:10:48 +0000 Administrator Death in June Allerseelen Von Thronstahl Blood Axis Les Joyaux de la Princesse Wappenbund Trincea Soleil Noir Antonine / DJ Antz http://newdawnfades.blogsport.de/2006/08/29/bunkermystik-iv/ Der rechtsextreme Teil der Gothic/Neofolk-Szene möchte sich wieder einmal ein Stelldichein geben. Dazu dient ein alter Weltkriegsbunker am Murtensee sowie 2 Bands und DJ’s. Mobilisiert wird konspirativ via E-Mail. Nur blöd, wenns dann an die Öffentlichkeit gelangt.

Organisiert wird der Anlass von Stephan Ribbaux, welcher unter dem Pseudonym „Mannaz“ die Internetseiten Nordkunst.ch und yggdrasil.ch.vu betreibt. Darauf finden sich neben Konzertberichten von rechten Neofolkbands unter anderem auch Beschreibungen, wie man gemütlich Filme von Leni Riefenstahl (Filmemacherin im 3.Reich) angesehen hat und ähnliches.

Auftreten sollche 2 Bands, namentlich Wappenbund und Trincea. Beides sind keine unbekannte Protagonisten, Trincea hat schon mehrmals an den Bunkermystik-Partys gespielt. Kein Wunder, ist doch Antonine aka DJ Antz der Kopf hinter Trincea eng mit Mannaz befreundet.
Antoine selber ist kein unbeschriebenes Blatt. Zusammen mit Lars Kophal (welcher gerne mal mit SS-Hut auftritt) ist er der führende Kopf von Soleilnoir.ch, welche sich verantwortlich zeigen für diverse Konzerte mit rechtsexremen Gothic/Neofolk-Bands. Unter anderem sei hier Death in June, Blood Axis, Allerseelen und Les Joyaux de la Princesse genannt.
Mehr zu Soleil Noir gibt es auf Antifa.ch Communique zu einer SoleilNoir-Veranstaltung: http://www.antifa.ch/comm/comm051027.shtml

Über Wappenbund ist nicht allzu viel bekannt. Wie die meisten dubiosen Bands in dieser Szene geben sie sich mit eindeutigen Aussagen bedeckt und lassen lieber Bilder sprechen. Eindeutig zweideutige CD-Covers sind nur ein Teil davon. Auch die CD-Titel sprechen einen Sprache, die aufhorchen lässt. Titel wie „Preussen“, „Heimatflamme“ und ähnliches hören sich verdächtig an. Dazu kommt, dass Wappenbund auf den Insidersites der rechten Neofolkgemeinde neben eindeutigen Bands wie Blood Axis, Allerseelen oder Von Thronstahl angeboten wird.

Auch der Flyer, mit welchem für die Party geworben wird, mindestens fragwürdig. Mit Kreuzrittersymbolik für ein Konzert und eine Party Werbung machen?

Diese Fakten zusammen mit der heimlichen Mobilisierung dürften verdeutlichen, was für ein Puplikum sich an diesem Abend an der Bunkermystik IV versammeln wird.

Quelle: Indymedia Schweiz

]]>
http://newdawnfades.blogsport.de/2006/08/29/bunkermystik-iv/feed/